Liebevolle Partner Massage

Eine Massage ist eine sehr angenehme Art, einander Gutes zu tun. Sie brauchen dazu keine besonderen Techniken, es genügt Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Gespür für Ihren Partner bzw. Ihrer Partnerin. Lesen Sie zunächst gemeinsam die folgenden Empfehlungen:

Schaffen Sie schöne Rahmenbedingungen

Zeit

Vereinbaren Sie eine Zeit, in der Sie beide nichts anderes vorhaben und sich deshalb ungestört aufeinander konzentrieren können. Sie sollten mindestens eine Stunde dafür einplanen.

Wärme

Achten Sie darauf, dass es im Raum sehr warm ist, denn unbekleidet friert man leichter. Sie können auch eine Decke zum Zudecken der unbehandelten Stellen bereithalten. Legen Sie auch Socken bereit, damit die Füße nicht auskühlen, nachdem sie behandelt werden. Außerdem entstehen auf dem Boden dann keine fettigen Fußabdrücke.

Unterlage

Sorgen Sie für eine weiche Unterlage, auf der sowohl der Massierte als auch der Massierende Platz haben. Das kann das Bett sein, aber auch eine Matte oder einige Decken am Boden. Wenn Sie öfter massieren, zahlt es sich vielleicht aus, eine Massageliege anzuschaffen. Als oberste Schicht sollten Sie ein altes Leintuch hinlegen, damit alles andere durch das Öl nicht fettig wird. Legen Sie auch Socken bereit

Massageöl

Man kann natürlich auch trocken massieren, gerade für eine Partnermassage ist aber viel angenehmer, wenn Ihre Hände geschmeidig über den Köprer gleiten können. Erwärmen Sie das Öl auf Körpertemperatur.

Verwenden Sie nur natürliche Öle ohne Zusatzstoffe, z.B. Mandelöl. Kokosöl ist ideal, z.B. in der Dose vom Drogeriemarkt, weil es ist relativ fest und kann nicht so leicht verschüttet werden. Körperlotionen sind nicht gut geeignet, sie trocknen am Körper zu schnell ein und schmecken scheußlich.

Tipp: Gießen Sie niemals Öl auf den Körper, sondern verteilen und erwärmen Sie das Öl immer erst in Ihren Händen.

Atmosphäre

Ein schönes Umfeld kann die Massage noch schöner machen. Sorgen Sie für leise, entspannende Musik und für einen Geruch, der für Sie beide angenehm ist, das kann durchaus ein Räucherstäbchen sein.

Achten Sie beide immer auch gut auf sich selber, beide sollen sich wohl fühlen. Gerade der/die Massierende kann durch die ungewohnte Haltung schnell in eine Verspannung kommen, die sich letztlich auf den anderen überträgt. Ändern Sie deshalb immer wieder die Haltung, während Sie den anderen berühren.

Ablauf der Massage

Bereiten Sie alles vor, am Besten gemeinsam. Ziehen Sie sich aus und setzen Sie sich gegenüber oder legen Sie sich etwas zusammen, um sich zu entspannen. Vereinbaren Sie, wer wen massiert und ob beide dran kommen.  Der / die zu Massierende legt sich dann zunächst mit der Vorderseite auf die Unterlage.

Aufeinander einstimmen

Der / die Massierende setzt sich neben den Körper und legt zunächst nur die Hände auf den Rücken, beispielsweise eine Hand am Becken, die andere Hand auf der Schulter. Spüren Sie Ihre Verbindung. Nach einigen gemeinsamen Atemzügen nehmen Sie Öl, verteilen es in Ihren Händen und dann auf dem Rücken.

Langsam den ganzen Körper durcharbeiten

Folgen Sie mit Ihren Händen den Hügeln und Tälern des Rückens von den Schultern bis zum Hintern, spüren Sie in einem langsamen Fließen der Hände mit angenehmem Druck in den Körper hinein. Große Kreise, lange Striche, sich öfter wiederholend, immer langsam. Ein gutes Zeitmaß für eine Bewegung ist Ihr Atemrhythmus. Fragen Sie anfangs öfter nach, ob es passt.

Bleiben Sie bei jedem Körperteil einige Minuten, schließen Sie ihn ab mit einigen langsamen, großen Strichen von oben nach unten. Dann gehen Sie weiter zu den Beinen, dann zu den Füßen, die Sie besonders aufmerksam behandeln.

Bitten sie den Empfangenden, sich umzudrehen. Setzen Sie sich nun hinter den Kopf und nehmen Sie den Kopf in beide Hände. Ziehen Sie ihn etwas zurück, massieren Sie die Halsmuskeln neben der Wirbelsäule. Beim Gesicht verwenden Sie kein Öl, sondern bewegen Sie die Haut über den Knochen der Stirn in kleinen Kreisen, und fühlen Sie genauso in die anderen Bereiche des Gesichtes hinein. Beim Hals bitte nicht den Kehlkopf drücken, es kann aber sehr angenehm sein, wenn Sie die seitlichen Muskeln im Hals leicht kreisend bearbeiten.

Die Brust bearbeiten Sie am Besten mit mehreren langsamen, großen kreisenden Bewegungen, am Brustbein herauf, entlang der Schlüsselbeine nach außen und seitlich den Körper hinunter, und wieder am Brustbein herauf. Auch der Bauch bekommt weich kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn, von kleinen Kreisen im Zentrum beginnend bis zu großen Kreisen bis an die Seiten, und wieder zurück.

Vom Becken streichen Sie hinunter über die Beine bis zu den Füßen. Spüren Sie in diese großen Muskeln hinein, vergessen Sie auch nicht die Kniekehle und die Kniescheibe sanft zu streichen.

Natürlich können sie auch über die Genitalien streichen, allerdings ohne die Absicht sexuell zu stimulieren. Für Männer ist es schön, wenn die Haut der Hodensäcke liebevoll gestreichelt und gedehnt wird (die Hoden selbst nicht drücken). Frauen empfinden es meist als angenehm, wenn der Übergang von den Oberschenkeln zu den Genitalien weich massiert wird.

Nun kommen Oberarme und Unterarme dran, und schließlich die Hände, die wiederum sehr sorgfältig behandelt werden. In die Handflächen hineinspüren, die Finger drücken und ausstreifen, Handgelenk und Handrücken liebevoll behandeln.

Abschluß

Beginnen Sie den Abschluß der Massage, indem Sie wie am Beginn Ihre beiden Hände auf den Köper des/der Massierten legen. Entspannen Sie sich, spüren Sie die Verbindung. Dann entweder wechseln oder noch etwas beisammen liegen.

Dialog zur gemeinsamen Massage

Nachdem Sie das alles gelesen haben, setzen Sie sich gegenüber, schauen Sie einander in die Augen, lächeln Sie. Dann beginnt eine/r zu sprechen, der andere spiegelt.

Was mir gut gefällt an dieser Idee, ist …

Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass ich / du …

Vielleicht ist es auch möglich …

Was mir wichtig wäre, ist …

Dann wechseln. Am Schluß diesen Dialog mit einem Kuß und einer Umarmung abschließen. Vereinbaren Sie einen Termin für eine Massage oder beginnen Sie gleich mit den Vorbereitungen.

Dialog nach der Massage

Nehmen Sie sich nach jeder Massage Zeit, um Ihre Erfahrungen auszutauschen. Das kann gleich anschließend sein, vielleicht während Sie noch entspannt beisammen liegen, oder auch später einmal. Schauen Sie einander in die Augen, berühren Sie sich. Dann beginnt eine/r zu sprechen, der andere spiegelt.

Was für mich sehr schön war  …

Besonders genossen habe ich, dass du …

Was ich selber als Massierende/r gespürt habe …

Was ich das nächste Mal ausprobieren möchte …

Danke dass du so (z.B. behutsam, aufmerksam, …) zu mir warst!

Dann wechseln. Am Schluß diesen Dialog wieder mit einem Kuß und einer Umarmung abschließen.

Hier kommen Sie zur Variante “Erotische Partnermassage”