Haut Meditation

Das ist eine erotische, aber nicht sexuelle Übung, mit dem Ziel, den Körper und die Haut des Partners sehr aufmerksam und gleichzeitig entspannt zu erleben. Die Übung ist auch bekleidet möglich, es fehlt dabei allerdings die erotische Komponente der sich berührenden Hautflächen.

Suchen Sie sich einen schönen ungestörten Platz. Ziehen Sie sich aus und legen Sie sich so zusammen, dass Sie möglichst viel Körperkontakt haben. Achten Sie darauf, dass Sie sich in dieser Stellung wohl fühlen.

Gut bei sich selber sein

Auch wenn Sie jetzt den Partner sehr gut spüren werden, bleiben Sie gut bei sich selber. Dazu beobachten Sie aufmerksam Ihre eigene Atmung. Sie werden spüren, wie Ihre Atmung im Laufe der Übung zunehmend tiefer und entspannter wird. Lassen Sie es zu, dass sich diese Entspannung mit der Atmung immer weiter in Ihrem Körper verteilt.

Nichts tun

Diese Übung gelingt entspannt und absichtslos am Besten. Reden Sie nichts, streicheln oder stimulieren Sie nicht, halten Sie sich einfach, atmen Sie. Am besten schauen Sie sich einfach an. Wenn Sie Ihre Augen schließen, bleiben Sie mit Ihren Empfindungen aufmerksam beim Körper des Partners bzw. der Partnerin.

Sollten Sie sexuelle Erregung spüren, dann lassen Sie es zu, dass sich dieses angenehme Gefühl ebenfalls in Ihrem Körper ausbreitet und nicht in den Genitalien hängen bleibt. Setzen Sie die Erregung nicht in sexuelle Aktivitäten um, sondern erleben Sie bewusst, wie diese erotische Kraft Ihre Atmung vertieft und Ihren Körper erfrischt.

Bleiben Sie auf diese Art ca. 30 Minuten gut miteinander in Kontakt. Vermeiden Sie jede Form von geistiger oder körperlicher Verkrampfung. Wenn die Stellung unbequem werden sollte, ändert sie sie behutsam, so dass sie wieder passt.

Abschluss

Beenden Sie die Übung mit einer liebevollen Geste, z.B. einem Kuss. Wenn Sie die Übung abends im Bett machen, dann kann es sein, dass Sie angenehm entspannt einschlafen.

Wenn es jetzt nach der Übung passt (sonst am nächsten Tag) tauschen Sie sich darüber aus, was Ihnen aufgefallen ist. Beispielsweise:

Wie ich diese Übung erlebt habe …

Was ich in mir gespürt habe …

Wie ich dich gespürt habe …

Was ungewöhnlich (aber angenehm / schwierig) war für mich …

Nehmen Sie die Entspannung mit in den restlichen Tag und verbringen Sie ihn noch angenehm. Diese Übung können Sie natürlich so oft machen, wie es Ihnen gut tut. Laden Sie den Partner/die Partnerin einfach darauf ein.

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