Unterschiedlich schnell am Höhepunkt

Frauen und Männer haben eine ganz unterschiedliche Geschwindigkeit, bis sie zur Erregung und letztlich zum Orgasmus kommen. Männer werden meist schneller erregt und haben oft das Problem, dass ihr Orgasmus sehr schnell eintritt. Frauen brauchen meist länger, um so erregt zu sein, dass sich entsprechende körperliche Reaktionen einstellen können. Das kann zu Enttäuschungen führen, wenn einer bereits “fertig” ist und der andere das Gefühl hat, “übrig zu bleiben”.

Gute Strategien um damit umzugehen

Viele Männer quälen sich ihr Leben lang damit ab, ausdauernder zu sein. Mit dem Älter werden dauert es auch bei den meisten Männern länger, um zum Orgasmus zu kommen. Dennoch sollten Sie nicht hoffen, ausschließlich durch Geschlechtsverkehr zum gemeinsamen Orgasmus zu kommen, weil die Erregungskurven zu unterschiedlich sind. Außerdem kommt nur ein kleiner Teil der Frauen allein durch Gescshlechtsverkehr zum Orgasmus.

Beidseitiger Orgasmus heißt nicht unbedingt gleichzeitiger Orgasmus

Gehen Sie am Besten davon aus, dass Sie beide eben unterschiedlich lange brauchen, um zum Höhepunkt zu kommen. Die logische Konsequenz ist, dass der Mann mehr Zeit für das Vorspiel aufwendet oder sich eben nach seinem Orgasmus noch um seine Frau kümmert, bis sie ihren Orgasmus hat. Oder die Frau hilft manuell mit, um selber schneller zum Orgasmus zu kommen.

Tipp: Machen Sie Ihre gegenseitige Befriedigung zum Thema und sprechen Sie ohne Vorurteile oder Vorwürfe über Ihr Erleben, Ihre Wünsche, Ihre Bedürfnisse. Und was jeder braucht, damit Sex für ihn/sie ein befriedigendes Ergebnis bekommt. Das muß übrigens nicht immer ein Orgasmus für beide sein, auch das liebevolle Miteinander kann schon sehr befriedigend sein!

Entspannen – entspannen – Zeit lassen!

Der schnelle Orgasmus des Mannes hat wahrscheinlich seine Wurzel bei unseren Ahnen im Tierreich. Die Natur hat es nämlich sehr klug eingerichtet, dass bei fast allen Tieren der Begattungsakt sehr kurz dauert. In dieser Zeit sind beide nämlich schutzlos und können leicht gefressen werden. Beim Sex schwingt deshalb eine gewisse Spannung mit. Zusätzlich sind Männer unbewusst auf Zielerreichung programmiert. Sie strengen sich zuerst an, damit sie sich dann entspannen können.

Für die tierischen Weibchen ist ein Orgasmus offenbar gar nicht vorgesehen, sondern sie sind zu bestimmten Zeiten einfach instinktiv auf Sex eingestellt. Wenn man Tierweibchen bei der Kopulation beobachtet fällt auf, dass es offenbar für sie keine Art von Höhepunkt gibt.

Wir Menschen müssen diese archaischen Programme ernst verlernen, damit eine entspannte erotische Kultur entstehen kann, in der beide ihren Sex wirklich genießen können.

Tipp: Lassen Sie sich beim Sex bewusst Zeit, damit Sie erkennen können, wie Sie Ihre sexuellen Erregungskurven beeinflussen können. Wie Sie die Erregung steigern oder auch wieder abkühlen können. Die Körperübungen dieses Programms werden Ihnen dabei helfen.

Sonderfall Vorzeitige Ejakulation

Hier finden Sie Empfehlungen, wenn der Samenerguß bereits in den ersten Sekunden nach der Vereinigung oder schon vorher passiert.

 

Hier kommen Sie zu weiteren Hindernissen für eine entspannte Sexualität.

Bei anderen Fragen wenden Sie sich an das Forum für Erfahrungsautausch.

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