Fakten zur Sexualfrequenz und zur Libido

Was sagt die Statistik

Statistiken sind natürlich nicht auf alle Paare anzuwenden. Ganz sicher wird das Liebesleben von Zwanzigjährigen  intensiver sein als von Paaren in den Sechzigern. Es macht auch einen Unterschied, ob man gerade frisch verliebt oder bereits im Beziehungsalltag angekommen ist.  Außerdem kann die Libido, der natürliche Geschlechtstrieb, bei Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Dennoch: Einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung zufolge sind die allermeisten Paare mit durchschnittlich 1-2 mal Sex pro Woche am Zufriedensten. Das ist zumindest ein Anhaltspunkt, der offenbar für viele Paare im mittleren Alter passt.

Bio-Rhythmus

Gerade Frauen haben durch ihren hormonellen Zyklus sehr unterschiedliche Phasen der Lust. Darüber hinaus kann sich die Libido sowohl bei Frauen als auch bei Männern im Laufe der gesamten Lebensspanne ändern. Das zeigt sich vor allem während der Wechseljahre, den großen hormonellen Umstellungen rund um Fünfzig. Übrigens nicht nur bei Frauen sondern auch bei Männern.

Reduziert wird die Libido auch durch Stress und Überlastung. Auch das gilt sowohl für die Frau als auch für den Mann.

Es ist deshalb ganz normal, dass es im Verlauf einer längeren Beziehung Phasen mit häufigerer und weniger häufiger Sexualität gibt.

Medikamente

Die Antibaby Pille kann auf die Libido einer Frau enorme Auswirkungen haben. Ein befreundeter Arzt hat festgestellt, dass durch die Pille selbst junge Frauen oft einen Hormonstatus wie eine Siebzigjährige haben. Wenn Sie hier Klarheit haben wollen, dann können Sie bei Ihrer nächsten Gesundenuntersuchung den Status Ihrer Sexualhormone überprüfen lassen.

Außerdem wirken sich viele andere Medikamente auf das Interesse am Sex aus, vor allem psychisch wirkende Medikamente wie Antidepressiva und Schlafmittel.

Die Lebenssituation

Stress und Überlastung sind ebenfalls so richtige Lustkiller. Ganz egal, ob es Sorgen, ein schreiendes Baby oder viele Überstunden sind, sie alle rauben Energie.

Die Frage stellt sich hier umso mehr, wie man als Paar die Belastung(en) so geschickt managen kann, dass man sich als Liebespaar nicht verliert.

Die Beziehungssituation

Wenn der Haussegen schief hängt weil man immer wieder wegen den gleichen Themen streitet oder alter Groll nicht aufgearbeitet wurde, dann wirkt sich das leider sehr schnell auch auf das Liebesleben aus. Bereinigen Sie deshalb unbedingt Ihre Beziehungskonflikte, die hinter der sexuellen Unzufriedenheit stecken könnten.

Die Zufriedenheit im Bett

Die Offenheit für Sex wird natürlich verstärkt, wenn jeder der beiden sicher sein kann, dass es ein schönes, befriedigendes Erlebnis wird. Gestalten Sie deshalb Ihre sexuellen Aktivitäten so, dass sie es beide genießen können.

Die weiteren Abschnitte dieses Programms werden Ihnen dabei helfen, Ihre Sexualität in jene Richtung zu entwickeln, die Ihnen gut tun.

Gegenseitiger Austausch

Fragen Sie sich nun gegenseitig, bevor Sie diesen Teil abschließen:

  • Was meinst du? Trifft etwas auf uns zu?
  • Gibt es Umstände bei uns, die sich ungünstig auf dein/mein/unser Interesse am Sex auswirken könnten?
  • Was glaubst du, könnten wir tun?
  • Was ich mir vorstellen könnte …

 

Hier geht es weiter zum Thema und zum partnerschaftlichen Dialog zur Häufigkeit von Sex.