Dialog: Was mich dazu bringt …

Dieser Dialog wird Ihnen dabei helfen, Ihre gegenseitigen Bedürfnisse in Zusammenhang mit Ihrer Sexualität genauer zu erforschen, um mehr Freude und Lust im gemeinsamen Sex zu empfinden.

Vorsicht!

Seien Sie aber sehr behutsam dabei: Wahrscheinlich ist das Thema emotional belastet, denn vielleicht haben Sie ja bereits öfter darüber diskutiert und sind nicht weiter gekommen.

Bemühen sie sich deshalb ganz besonders um einen konstruktiven Zugang. Sollten dennoch Spannungen auftreten, dann machen Sie einfach eine kurze Pause, in der Sie aber nicht Ihre eigenen Argumente, sondern die Wünsche des Partners bzw. der Partnerin bedenken.

Ablauf

Suchen Sie sich einen schönen Platz zum Reden. Setzen Sie sich gegenüber, halten Sie sich bei den Händen, atmen Sie miteinander, schauen Sie sich in die Augen, lassen Sie sich Zeit.

Machen Sie sich aus, wer zunächst SenderIn (wer spricht) und EmpfängerIn (wer zuhört und spiegelt) sein wird. Achten Sie darauf, dass Sie als SenderIn keinesfalls vorwurfsvoll werden, sondern Ihre Wünsche und Bedürfnisse freundlich beschreiben. Als EmpfängerIn achten Sie besonders darauf, dass Sie offen und aufmerksam bleiben.

Sprechen Sie als SenderIn aus, was Ihnen zu den folgenden Satzanfängen in den Sinn kommt. Als EmpfängerIn hören Sie gut zu, ohne dagegen zu reden oder zu hinterfragen. Spiegeln (wiederholen) Sie einfach entspannt die einzelnen Aussagen. Am Schluß fassen Sie noch einmal zusammen.

Was mich dazu bringt, mich dir nahe zu fühlen  …

Erzählen Sie über all die Kleinigkeiten, die im Alltag dazu beitragen, Verbindung und Nähe zwischen Ihnen zu schaffen.

Was mich dazu bringt, mich dir zu öffnen …

Erforschen Sie Umstände und Verhaltensweisen, die es Ihnen leicht machen, mit dem Partner / der Partnerin sexuell intim zu werden.

Was mich dazu bringt, dich zu begehren …

Erzählen Sie über Ihre sexuellen Antennen, und auf welche Signale hin Ihre sexuelle Lust anspringt.

Wenn einer alle diese Satzanfänge vollendet hat, fasst EmpfängerIn zusammen. Vielleicht ist es ihm/ihr auch möglich, das Gesagte zu verstehen, im Sinne von “Das kann ich gut verstehen, und es macht Sinn, weil …”

Dann wird gewechselt.

Nach dem Dialog

Schließen Sie den Dialog körpersprachlich ab. Küssen Sie sich, umarmen Sie sich. Lassen Sie das Gesagte nachwirken. Vielleicht ergibt sich bald eine Gelegenheit, das Gehörte auszuprobieren.

 

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