3) Liebe-volles Verhalten im Alltag


Sie haben in der letzten Sitzung bereits erfahren, was für Ihre Partnerin bzw. Ihren Partner Liebe bedeutet. Heute geht es um die kleinen Gesten der Liebe und Zusammengehörigkeit im Alltag.

Wenn Sie bereits eine sehr liebe-volle Kommunikation im Alltag pflegen, dann genießen Sie die Aufgabe sehr bewusst. Wenn Sie derzeit einen eher kühlen oder distanzierten Umgang miteinander haben, dann wird die heutige Aufgabe umso wichtiger für Sie sein.

Die 4 magischen Momente des Tages

Es gibt 4 besondere Augenblicke an jedem Tag, an denen Sie sehr viel für Ihre Beziehung tun können. Wenn Sie in diesen Momente bewusst und angenehm miteinander in Kontakt gehen, werden Sie den wohltuenden Effekt bereits in kurzer Zeit spüren.

  1. Das erste Mal, wenn Sie sich morgens sehen
  2. Wenn einer von Ihnen aus dem Haus geht und erst später wieder kommt
  3. Wenn Sie sich abends wieder sehen bzw. ein Partner heim kommt
  4. Wenn Sie sich abends das letzte Mal sehen

Ihre Aufgabe liegt darin, in der nächsten Woche diese kurzen Augenblicke sehr bewusst wahrzunehmen und liebevoll zu gestalten. Im einfachsten Fall …

  • wenden Sie sich einander zu, sagen Sie ein paar Worte “Guten Morgen” 🙂
  • berühren oder küssen Sie sich
  • bleiben Sie kurz miteinander in Kontakt

Möglicherweise sind diese kleinen Gesten für Sie sehr vertraut, für andere aber anfangs ein wenig künstlich. Es könnte sein, dass Sie hier mit ganz alten Beziehungsmustern in Kontakt kommen. Umso wichtiger ist es für Sie, für diese Übung einen angenehmen, möglichst entspannten Weg suchen.

Weitere Anregungen

  • Wenn Sie Eltern sind: Zeigen sie sich Ihren Kindern öfter in Verbindung. Berühren sie sich, stehen oder sitzen sie nebeneinander, lächeln sie sich an.
  • Berühren sie sich im Alltag: Bitte keine erotisch anzüglichen Berührungen, sondern kleine Signale freundlicher Verbundenheit. Im Zweifelsfall fragen Sie den Partner, was für ihn/sie angenehm ist.
  • Zeigen Sie sich hilfsbereit: Sagen Sie möglichst “Ja”, wenn Ihr(e) PartnerIn eine Bitte äußert. Gehen Sie entspannt und unkompliziert auf Wünsche ein.

Wichtig: Hüten Sie sich bitte vor der Ausrede “Weil Du nicht … habe ich auch nicht!” Jeder von Ihnen beiden ist dafür verantwortlich, dass Sie bei dieser Aufgabe etwas dazulernen.

Ihr Dialog am Beginn dieser Übungswoche
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  • Wie es mir geht mit dieser Übung …
  • Was uns sicher gelingen wird …
  • Worauf ich mich freue …
  • Was ich selber dazu beitragen möchte, damit es gut geht …

EmpfängerIn spiegelt und fasst am Schluss zusammen. Dann wechseln.

Abschließen wieder mit der bewussten Umarmung.

Diesmal vereinbaren Sie einen Termin innerhalb der nächsten drei Tage, um kurz einzuschätzen, wie Sie mit dieser Aufgabe voran kommen.
Führen Sie dann bitte folgenden Dialog (mit spiegeln und zusammenfassen):
  1. Was schön war für mich (von dir), war  …..
  2. Ich glaube ich habe diese Aufgabe auch gut gemacht, weil ich …..
  3. Ich würde uns für diese Aufgabe folgende Schulnote geben: ____

Für Ihre weitere Vorgangsweise: