Übung: “Spiegeln”

Setzen Sie sich entspannt und freundlich gegenüber. Auf jeden Fall so, dass Sie sich bei all den Aufgaben gut anschauen können. Spüren Sie sich selber und versuchen Sie gleichzeitig gut mit dem Partner in Verbindung zu sein.

Bei der folgenden Aufgabe schlage ich Ihnen einige Satzanfänge für einen Dialog vor, die Sie als Sprechende/r einfach vervollständigen können. Versuchen Sie die für Sie passenden Worte zu finden. Bleiben Sie in der Rolle des “Senders” bis zum Ende der Gesprächsvorlage, maximal für eine Viertelstunde. Dann wechseln Sie in die Rolle des Empfängers.

Als Zuhörende/r bzw. “Empfänger” hören Sie aktiv zu, was der Sender zu sagen hat. Das heißt, dass Sie nach jedem Abschnitt das Gehörte “spiegeln”. Das heißt nichts anderes, als dass Sie das Gehörte wiederholen. So stellen Sie sicher, dass Sie den Sender gut gehört haben.

Dialog “Wertschätzung”

Satzanfänge für “Sender”:

  1. Was ich an dir schätze als meiner PartnerIn (einige Qualitäten von Empfänger nennen) …
    “EmpfängerIn” spiegelt (wiederholt einfach die Aussage)
  2. Ich finde, eine besondere Qualität von dir liegt darin, dass du sehr gut … kannst.
    “EmpfängerIn” spiegelt
  3. Wenn wir  uns sehr gut verstehen, dann fühle ich mich bei Dir …
    “EmpfängerIn” spiegelt
  4. Derzeit würde ich unserer Beziehung folgende Schulnote geben …
    “EmpfängerIn” spiegelt
  5. Wohin ich unsere Beziehung entwickeln möchte … (nur ein Satz, der den Zielzustand beschreibt)
    “EmpfängerIn” spiegelt

Jetzt fasst Empfänger alles zusammen und fragt: “Habe ich alles gut gehört?” Wenn etwas Wichtiges anders gemeint war, sagt Sender wie er es gesagt/gemeint hat.

Dann wechseln Sie die Rollen wechseln.

Den Dialog körpersprachlich abschließen

Am Schluss sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, diese Übung auch körperlich verbunden abzuschließen. Ich schlage Ihnen dazu vor, sich zu umarmen, allerdings auf besondere Art und Weise:

  1. Umarmen Sie sich so, dass Sie guten, entspannten Körperkontakt haben (Bauch, Brust, Kopf).
  2. Bleiben Sie so für mindestens 10 Atemzüge in Verbindung. Diese Zeitspanne ist wichtig, weil erst nach dieser Zeit der Körper beginnt, das Hormon Oxytocin zu produzieren, das die Verbundenheit unterstützt.
  3. Am Schluss bedanken Sie sich gegenseitig. Gestalten Sie einen angenehmen Ausklang für diesen Tag.
Das war’s. Bitte schätzen Sie jeder noch kurz selbst ein, wie es Ihnen bei dieser Übung gegangen ist. Der Partner bzw. die Partnerin kann Ihre Selbsteinschätzung zur Übung ebenfalls spiegeln:
  1. War ich als Mann/als Frau entspannt, klar, einfach zu verstehen?
  2. War ich aufmerksam, offen, neugierig, in guter Verbindung mit mir und mit dir?
  3. Wie leicht ist mir das Spiegeln gefallen?
  4. Was hat mir gut getan an dieser Übung?

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