Genaue Beschreibung unseres Problems

Nun zu Ihrer Arbeit: Stellen Sie sich vor, sie wären ihre eigenen Beziehungstherapeuten, die das aktuelle Problem grundlegend verstehen wollen und deshalb zunächst einmal auf eine genaue Beschreibung wertlegen.

Nehmen Sie sich zunächst jeder Zeit für sich. Gehen Sie davon aus, dass in einer Beziehung kaum etwas zufällig passiert. Es gibt normalerweise immer eine Vorgeschichte, bestimmte Umstände, ein spezielles Klima und natürlich den Auslöser für den Ausbruch des Problems.

Das Problem ganzheitlich verstehen

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Sehen Sie sich als Problemlöser. Setzen Sie sich in Ruhe zusammen, um gemeinsam das Problem zu besprechen. Machen Sie sich ruhig schon vorher Ihre eigenen Gedanken.

Wenn Sie nun ihre Gedanken austauschen, dann verwenden Sie wieder die Rollenteilung Sender / Empfänger, damit Sie nicht in eine Diskussion geraten. Denken Sie daran: Oft sieht der Partner die Situation von einer anderen Seite. Sehen Sie das als Bereicherung für ihre anschließende Lösungssuche!

Achten Sie darauf, ob Sie offen und freundlich bleiben können. Wenn die Stimmung kippen sollte, machen Sie lieber eine Pause.

Beginnen Sie positiv: Was ich  an dir schätze …

Für mich heißt unser Problem: _______________________

Es ist deshalb für mich/dich/uns ein Problem, weil …..

Es wäre für uns kein Problem, wenn ….

Das Problem konnte (nur/auch) deshalb entstehen, weil ….

Und das war deshalb so, weil …

Ich glaube, dass auch noch mitgespielt hat, dass …

Wo ich bei diesem Problem hinkommen möchte …

Der Empfänger spiegelt jede Aussage und fasst schließlich zusammen. “Habe ich dich gut gehört?” Dann wird gewechselt und der bisherige Empfänger sagt nun seine/ihre Meinung zu den Punkten.

Verbinden Sie nun ihre Gedanken

Nützen Sie dabei das “Prinzip der Schriftlichkeit”: Schreiben Sie in gemeinsamer Abstimmung auf ein Blatt Papier, worüber Sie bei ihrer Analyse übereinstimmen.

Wichtig: Wählen Sie nur Formulierungen, denen sie beide zustimmen können! Sollten Sie etwas sehr unterschiedlich sehen, dann schreiben Sie eben beide Sichtweisen auf.

Unsere gemeinsame Problem- bzw. Konfliktbeschreibung

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Wir haben ein Problem, das wir ………….. nennen.

Das kommt daher, weil … und weil …

Verschärft wird die Sache durch …

Die Herausforderung liegt also darin …  und auch darin …

Gemeinsames Ziel: Was wir beide erreichen möchten  …

Wenn Sie das soweit gut geschafft haben: Prima!

Sie haben Ihre seelische Energie jetzt nicht im Streit vergeudet, sondern bereits eine wichtige sachliche Grundlage für die Lösung geschaffen: Problem erkannt – Gefahr (schon fast) gebannt!

Machen Sie zunächst einmal Pause. Behalten Sie Ihr gemeinsames Ziel in Erinnerung, dann wird Ihnen vielleicht sogar Ihr Unterbewusstsein gute Lösungsideen zutragen.

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Wenn Sie zu keinen gemeinsamer Definition gekommen sind: Auch gut!

Sie sind auf dem Weg, das ist wichtig. Hier bekommen Sie Tipps, wie sie weiter vorgehen können.

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