Typische Fallen vermeiden

Es gibt mehrere Fallen, in die man während eines Gesprächs sehr leicht tappen kann, und die dem Dialog eine unangenehme Wendung geben können. Bleiben Sie deshalb auf der sicheren Seite:

Positive Kommunikation

Der Imago Dialog soll vor allem Verbindung schaffen, und das geht natürlich leichter mit angenehmen Themen. Üben Sie deshalb gerade am Beginn mit allen möglichen unkomplizierten Themen des Alltags oder des Berufs.

Schwierigere Themen sind leichter zu besprechen, wenn Sie freundlich und respektvoll bleiben, also nicht abwertend, übertreibend oder belehrend werden.

Die eigene Welt zeigen

Beim Imago Dialog zeige ich dem Partner meine subjektive Welt. Ich spreche also von mir selber: Wie ich etwas wahrnehme und empfinde, was ich denke, was ich fühle, was ich gerne tun würde, usw.

Vermeiden Sie das emotionale Aufzählen und Beklagen von Sünden der/des anderen “Du …!”. Ihr Angriff führt automatisch zu Verteidigung oder Flucht und damit zu einem frustrierenden Gesprächsergebnis.

Bleiben Sie in der Gegenwart

Gerade wenn man sich über etwas ärgert, ist man als SenderIn in Gefahr, bereits öfter ausgesprochene Themen einfach wieder einmal zu servieren: “Ich habe dir schon so oft gesagt, dass du …” oder “Damals hast du auch …!”.

Sie werden alles leichter besprechen können, wenn Sie bei der aktuellen Situation bleiben.

Kein Dialog wenn Sie sich gerade aufregen

Wenn Sie gerade aufgeregt sind und IhreN PartnerIn schimpfen möchten, dann bitte nicht im Rahmen eines Imago Dialogs. Verschieben Sie den Dialog auf später, wenn Sie sich beide beruhigt haben.

Denken Sie daran: Wenn ein bestimmtes unerwünschtes Verhalten immer wieder auftritt, dann ist mit Druck sicher wenig zu erreichen. Im Gegenteil: Lassen Sie sich Zeit, beide Seiten sehr genau zu beleuchten, um das Verhalten besser zu verstehen und praktikable Lösungen zu finden.

Entspannt zuhören statt angespannt Re-agieren

In der Imago Therapie sagen wir: “Zwei Menschen – zwei Wahrheiten!”  Es geht  nie darum, wer Recht hat. Wahrscheinlich jeder von Ihnen in bestimmter Hinsicht Recht. Stellen Sie deshalb als ZuhörendeR Ihren Drang zurück, den Sprechenden zu korrigieren, auch wenn es Ihnen noch so dringend erscheint.

Sehen Sie das Gespräch und die Einstellung auf den Partner als Übung in entspannter Konzentration. Das “Spiegeln”, das Sie hier lernen werden, wird Ihnen dabei eine große Hilfe sein.