Der Sinn der Satzanfänge

Weniger ist mehr

Es passiert in Gesprächen sehr leicht, dass man sich als SenderIn wiederholt oder rund um ein Thema ausschweifend im Kreis dreht und dadurch nicht weiterkommt. Meist wird dadurch das gewünschte Ergebnis allerdings nicht erreicht, sondern eher zerredet. Außerdem liefert man damit dem Zuhörer jede Menge Anknüpfpunkte, um seinerseits wieder in andere Nebenthemen zu rutschen.

Konzentration auf die Essenz

Sie werden bemerken, dass Sie viel besser in Kontakt sein können, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Partner bzw. die Partnerin konzentrieren, und nicht auf das (Über-) Reden mit vielen Worten und Beispielen.

In der Paartherapie ersuche ich deshalb die SenderInnen immer wieder, sich zu entspannen und mit dem/der EmpfängerIn in Verbindung zu gehen. Wenn Sie dann zu sprechen beginnen, bitte ich sie, sehr genau darauf zu achten, was die Essenz dessen ist, was sie vermitteln möchten: “Was möchte ich dir jetzt und heute zu diesem Thema sagen?” oder “Was ist das Wesentliche, das ich dir jetzt sagen möchte?”

Satzanfänge als Hilfe

Sie werden bei den Gesprächsleitfäden Satzanfänge finden, die Sie mit Ihren eigenen Aussagen einfach vollenden können. Diese haben den Sinn, das Gespräch unkompliziert zur Essenz der eigenen Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen zu lenken.

In der Paartherapie sage ich meinen Klienten: “Ich werde das Gespräch mit Satzanfängen coachen, die Sie einfach vervollständigen können. Wenn Sie allerdings etwas Eigenes sagen möchten, das Ihnen wichtiger erscheint, dann machen Sie das!”

Diese Freiheit gilt natürlich auch für die Satzanfänge bei diesen Dialogen.

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