1 – 3 Jahre: Phase der Erforschung

“Ich kann gehen und wieder kommen”

In dieser Phase beginnt Ihr Kind seine Welt zu erkunden. In einer förderlichen Umgebung entwickelt das Kind …

> Eine gesunde Neugier und mutiges Erkunden des Unbekannten

> Motorische Fähigkeiten, es lernt seinen Körper immer besser zu beherrschen

> Die Unterschiede zwischen Ich und Du und Ja und Nein

Was das Kind in dieser Phase braucht:

Für die gesunde Entwicklung des Kindes braucht es folgende Formen von Sicherheit und Struktur:

Sicherheit und Unterstützung

  • Beständige aber zurückhaltende Übersicht
  • Das Erforschen wohlwollend kommentieren, spiegeln
  • Entfernen lassen und wieder willkommen heißen
  • Mit dem “Nein” des Kindes entspannt umgehen
  • Vorzeigen statt kritisieren

Struktur

  • Sicheren Freiraum für das kindliche Erforschen schaffen
  • Erreichbare Laden und Wohnbereiche kindersicher machen
  • Verlässlich anwesend sein

Verletzungspotenzial und späteres Elternverhalten

Unsichere Anwesenheit der Bezugsperson: Ein Kind muss in dieser Phase die Welt entdecken, braucht aber den sicheren Hafen, zu dem es zurück kommen kann. Wenn es die Erfahrung macht, dass die Bezugsperson nicht mehr da sind, wenn es zurückkommt, kann es dazu neigen, sich umso mehr an die Mutter zu klammern.

Es wird viel Sicherheit brauchen, um die gewohnte Situation verlassen zu können. Später als Mutter oder Vater hat es Angst, dem Kind könnte etwas passieren und bemüht sich überfürsorglich, das Kind vor allen Gefahren zu schützen.

Überfürsorglichkeit: Wenn ein Kind ständig die Mutter bzw. die Eltern im Nacken fühlt, wird es der elterlichen Aufsicht entwischen wollen. Die Mutter versucht dann oft umso mehr, auf das Kind aufzupassen und das Kind rennt noch weiter weg.

Als Erwachsene(r) unternimmt es viel allein, dementsprechend hat es als Elternteil stark den Eindruck, dass das Leben ganz vom Kind in Beschlag genommen wird. Es nützt erste Anzeichen der Selbständigkeit des Kindes für sich, was das Kind in dieser Phase aber sehr verunsichert. Es klammert umso mehr (siehe oben).

Selbstreflexion

Beantworten Sie die folgenden Fragen entweder allein, oder noch besser: Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin aus.

Was uns/mir/dir mit unserem Kind gut gelingt (bzw. gelungen ist)  …

Was wir vielleicht besser machen könnten …

Mir fällt bei mir selber auf, dass ich mit Kindern in diesem Alter …

Wenn mein Kind sehr abenteuerlustig ist oder wenn es Angst hat, nach außen zu gehen, dann denke ich mir …

 

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